Unbeabsichtigte Nebenwirkung: wirkt Meditationsfördernd. Masterpiece von 1976, Schlagzeug: Harald Großkopf
Klaus Schulze spielte die Ende der 70er angesagten ANALOG!!! Synthies (there are no samples on this track). The Big Moog, ARP 2600, ARP Odyssey, EMS Synthi A, Die gute alte Farfisa Orgel, Farfisa Syntorchester, Crumar-keyboards, Sequenzer Synthanorma 3-12. Also zumindest Sequenzertechnisch absolute Steinzeit.
Interessierte, die keine Zeit zur Meditation haben, die können ab 12 Minuten erleben, wie sich der Künstler mehr in die Schaumkronen der Wellen vertieft. Unterstützt vom für heutige Verhältnisse flach und eindimensioinal abgenommenen Schlagzeug malen die Finger Schulzes eines der schönsten Moog-Solos der Musikgeschichte in die Gischt. Leider verfälscht der PC Sound auch ein wenig die ursprünglich auf Vinyl vorhandene Ausgewogenheit zwischen Solospur und vorhandenes Moog-Gezwitscher das eigentlich den Soundteppich im Hintergrund bleiben sollte. Wohl dem, der die orginale Scheibe von 1976 im Schrank stehen hat. Die A-Seite der LP Moondawn beginnt übrigens mit dem fast sakralen Floating. Es stellt absolut keine Wertung dar, daß Mindphaser in dieser Besprechung vorgezogen wurde. Allein, der sakrale Charakter führt weiter in den spirituellen, meditativen Charakter dieser Musik. Auf diesem Weg scheiden sich objektiv noch mehr Geister. Man würde dieser Musik unrecht tun, wenn man sie auf meditative Nebenwirkungen reduzieren würde. Es ist eine Studie wozu Musik im Zeitalter von Minimal, Serieller Musik einerseits und Synthetischer Klangerzeugung sowie Sequenzern fähig ist. In ihren einfachen aber exquisiten Harmonien hat sie sich zumindest das Prädikat: “Motherhood of Ambient” verdient.
